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Runder Tisch - Folgen der Pandemie für Kinder und Jugendliche im großen Saal vom Bürgerzentrum Köln-Ehrenfeld

Runder Tisch

Folgen der Pandemie – Perspektiven für unsere Jugend?!

– Aufholen war gestern, was ist jetzt?

 

Kinder und Jugendliche galten gegen Ende der Corona-Maßnahmen als große Verlierer der Pandemie. In den vergangenen beiden Jahren wurden daher einige kurzfristige Programme aufgelegt, mit denen die gesundheitlichen Folgen der Pandemie aufgefangen werden sollten. Zudem wurde von BMG und BMFSFJ eine Interministerielle Arbeitsgruppe (IMA) ins Leben gerufen, die sich mit den Auswirkungen auseinandergesetzt und Empfehlungen für die Gesundheitsförderung junger Menschen erarbeitet hat. Aktuelle Studien und Untersuchungen legen die Vermutung nahe, dass diese Empfehlungen gar nicht oder nur sehr unzureichend umgesetzt wurden bzw. werden.
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Mit Politiker:innen, Fachkräften aus den Bereichen Kinder- und Jugend-Medizin und -Therapie, aus Schule und Kita, aus der Jugendarbeit und der Wissenschaft haben wir den aktuellen Stand an Angeboten und Strukturen kritisch beleuchtet und diskutiert, wie es durch ein gemeinsames Engagement gelingen kann, das Angebot besser an die Nachfrage anzupassen und die Belange junger Menschen stärker in den Fokus von Politik und Öffentlichkeit zu rücken.

Die Veranstaltung fand im Bürgerzentrum Köln Ehrenfeld (mit Möglichkeit zur digitalen Teilnahme) am Dienstag, den 04.06.2024, 11:00 – 15:00 Uhr statt.

 

Unsere Recherchen und ein Abgleich mit Stakeholdern in der ärztlichen, therapeutischen, sozialen und präventiven Versorgung haben ergeben, dass

  • es immer noch gravierende gesundheitliche Beeinträchtigungen gibt, die dringend aufgefangen und abgebaut werden müssen, damit sie nicht zu physischen oder psychischen Krankheiten führen,
  • es bereits manifeste Krankheiten gibt, die dringend behandelt werden müssen, um eine normale Entwicklung zu gewährleisten und schwere Schädigungen (z.B. Essstörungen) abzuwenden,
  • diesem dokumentierten Bedarf weder genügende und geeignete präventive Maßnahmen noch ausreichende therapeutische Angebote gegenüberstehen,
  • die bisher getroffenen Maßnahmen nur kurzfristig zur Verfügung standen (Aufholen nach Corona) oder nur einen sehr kleinen Hilfebereich abdecken (Jugendnotmail und Mental Health Coaches an etwa 100 Schulen) und
  • die seitens der IMA geforderten strukturellen und weitreichenden Hilfsangebote nicht mehr Teil der politischen Debatte sind.

Wir fordern

  • den Ausbau und die Finanzierung von strukturellen Hilfsangeboten, die sich insbesondere an sozial und finanziell schlechter gestellte Gruppen wenden,
  • einen gezielten Ausbau präventiver Angebote, die allen Kindern und Jugendlichen zugutekommen, nicht nur den bereits Beeinträchtigten oder Erkrankten (auch um Stigmatisierung zu vermeiden),
  • Projektförderungen nach transparenten Kriterien für weitreichende, wenn nicht flächendeckende Angebote zum Abbau und Ausgleich von pandemiebedingten Beeinträchtigungen,
  • den Ausbau therapeutischer Hilfsangebote, um den erhöhten Bedarf zu decken und unzumutbare Wartezeiten abzubauen und
  • professionelle Hilfsangebote für Fachkräfte im Umgang mit Störungsbildern und entsprechende Angebote für Betroffene im Sinne einer Präventionskette.
  • Die kontinuierliche Umsetzung der von der IMA benannten Maßnahmen sowie die Bereitstellung entsprechender Haushaltsmittel.
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Logoreihe Runder Tisch Pandemiefolgen