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Grenzüberschreitende Lernerfahrung 

Grenzüberschreitende Lernerfahrungen nehmen einen besonderen Einfluss auf die Entwicklung junger Menschen: Sie entwickeln verschiedene Kompetenzbereiche weiter, bauen selbstbezogene Fähigkeiten aus und lernen die Bedeutung des Austauschs mit Menschen aus anderen Ländern schätzen. So lernen sie gesellschaftliche Diversität und globale Zusammenhänge zu verstehen.

 

Die Auswirkungen der Teilnahme auf die Persönlichkeitsentwicklung sowie die biografische Bedeutung sind wissenschaftlich belegt und zeigen die Relevanz internationaler Austauscherfahrungen auf. Auch über die persönliche Ebene hinaus sind Potentiale festzustellen, da Demokratieverständnis, Diversitätsbewusstsein und internationale Kooperation gestärkt werden und so auch Einfluss auf die Gestaltung gesellschaftlicher Prozesse genommen wird. In Zeiten zunehmender Nationalismen und rassistischer Äußerungen scheinen diese Potentiale besonders wichtig.

Die Möglichkeiten für junge Menschen ins Ausland zu gehen, sind vielfältig. In unseren Projekten widmen wir uns den Arbeitsfeldern der Internationalen Jugendarbeit, des Kinder- und Jugendreisens, des Schüler:innenaustauschs sowie weiterer Formate in der Jugend(sozial-)arbeit. Internationale Jugendarbeit (IJA) ist ein eigenständiges Feld der Jugendarbeit, das in §11 SGB VIII als Schwerpunkt derselben definiert wird. Klassische Formate der IJA sind Jugendbegegnungen, Workcamps oder auch Freiwilligendienste. Sie können unterschiedlich lang sein und von wenigen Tagen über mehrere Wochen und Monate reichen. Außerdem ist zwischen individuellen und Gruppenformaten zu unterscheiden. Auch im formalen Bildungsbereich werden Austauschformate organisiert, die meist in der direkten Zusammenarbeit zwischen Schulen oder im langfristigen Schüler:innenaustausch über Entsendeorganisationen stattfinden. An Bedeutung gewonnen haben ebenfalls Auslandsmobilitäten im beruflichen Kontext in Form von Auslandspraktika oder berufsvorbereitenden Maßnahmen. Auch das pädagogische Kinder- und Jugendreisen bietet besondere Gruppenerfahrungen für junge Menschen und nimmt einen ähnlichen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung. In unserer Arbeit konzentrieren wir uns auf pädagogisch begleitete Formate, die einen Begegnungscharakter haben und kooperieren in unseren Netzwerken mit unterschiedlichen Trägern, Verbänden und Kommunen.

 

Bisher nimmt nur ein kleiner Teil aller Jugendlichen in Deutschland an den unterschiedlichen Formaten teil. Mit unseren Tätigkeiten möchten wir einen Beitrag leisten, um Zugangsbarrieren zu verringern und insgesamt Austauschmöglichkeiten zu fördern. Zu diesen Zwecken generieren wir neues Wissen durch Forschung und Evaluation, entwickeln innovative pädagogische Konzepte und fördern die Kooperation zwischen verschiedenen Akteuren der Jugend(bildungs-)arbeit, kommunalen Strukturen, Forschungsvertreter:innen und politischen Entscheidungsträger:innen.

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