Berichte

Nachhaltigkeitskonferenz „Kaalay la!“ – Vielfältige Jugendarbeit für und mit jungen Geflüchteten

Am 11. und 12. April 2018 stellten transfer e.V und die Technische Hochschule Köln die Ergebnisse aus dem zweijährigen Projekt „Kaalay la!“ im Horion-Haus des Landschaftsverbandes Rheinland in Köln-Deutz vor.
 

In den vergangenen zwei Jahren erarbeiteten transfer e.V., die TH Köln und Projektpartner aus der Freien Kinder- und Jugendhilfe, kirchliche Träger und Schulen in NRW neue Reise- und Lernkonzepte sowie deren pädagogische Infrastruktur. „Bislang ist das Thema Jugendreisen als Lernort für Geflüchtete weder theoretisch noch praktisch evaluiert. Das Projekt setzt damit neue wissenschaftliche Standards, die der Praxis neue Impulse liefern“, erläuterte Dr. Werner Müller, Projektleiter von „Kaalay la!“ bei transfer e.V. zu Projektbeginn. Bei der Nachhaltigkeitskonferenz wurde nun eine Bilanz gezogen, welche Ansätze besonders erfolgreich waren, welche Stolpersteine es gab und wie Zukunftspotenziale für weitere Kooperationen und Vernetzungen in diesem Arbeitsfeld entwickelt werden können.

 

Die Konferenz widmete sich u.a. den wissenschaftlichen Evaluationsergebnissen. Ebenso luden Mitmach-Angebote aus den Bereichen Zirkus, Musik, Theater und Stadterkundung dazu ein, ganz praktisch bewährte Programme auszuprobieren. Das Jugendprojekt Music International Against Xenophobia (M.I.X.) aus Köln Mülheim war mit einem Workshop bei der Konferenz dabei. Wie sich das angehört hat, davon gibt die Internetseite von M.I.X. und der Beitrag „Bei M.I.X. hat jeder einen Platz in der Kölner“ in der Kölner Illustrierten einen Eindruck.


Zuletzt wurde im Sinne einer nachhaltigen Projektstruktur zur Weiterentwicklung der gewonnenen Ergebnisse angeregt. 

 

Gefördert wird das Projekt „Kaalay la! – Konzeptentwicklung und -evaluation von Kinder- und Jugendfreizeiten für und mit jungen Geflüchteten“ von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW. Die Veranstaltung wurde von transfer e.V. koordiniert und in Zusammenarbeit mit dem LVR-Landesjugendamt und unter Mitwirkung der Technischen Hochschule Köln durchgeführt.
 

>>> Zur Dokumentation

Fachtag zur Internationalen Jugendmobilität in ländlichen Regionen. Förderung von Teilhabe am internationalen Austausch in der Region Nordbayern: Akteure, Strukturen und gute Praxis.

Am 05. Dezember 2017 fand der Fachtag im Rahmen des Projektes „Internationale Jugendarbeit in ländlichen Regionen“ statt. Insgesamt 24 Akteur*innen und Multiplikator*innen aus Forschung und Praxis der Internationalen Jugendarbeit versammelten sich im Theatersaal des Campus in Nürnberg. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit IJAB und dem Netzwerk Kommune goes International (KGI) durchgeführt und vom BMFSFJ und dem Bayerischen Jugendring (BJR) gefördert.

Ziel des Projektes ist es Erkenntnisse zu Zugängen und Möglichkeiten junger Menschen, die in ländlichen Regionen aufwachsen, für die Teilnahme an Angeboten der Internationalen Jugendarbeit zu gewinnen. Zu diesem Zweck führte Prof. Dr. Rakhkochkine eine Vorstudie durch und analysierte existierende Studien, Berichte und sonstige Publikationen auf diesen Zusammenhang. Seine Erkenntnisse stellte er in Nürnberg vor und diskutierte sie mit den Teilnehmenden. Die Untersuchungen haben ergeben, dass es bisher kaum relevante Studien gibt, die sich mit Internationaler Jugendarbeit in ländlichen Regionen beschäftigen. Allerdings gibt es einzelne Ansätze, die Gelingensbedingungen für den Aufbau von Strukturen und Angeboten aufzeigen. Zudem wurden besonders aktive Landkreise und Ortschaften identifiziert. Gleichzeitig ist es notwendig den ländlichen Raum zu definieren und für Forschungszwecke zu operationalisieren. Prof. Dr. Rakhkochkine stellte diesbezüglich verschiedene Ansätze vor, die entweder eine quantitative, auf Kennzahlen wie der Einwohnerzahl basierende, oder eine qualitative Abgrenzung vornehmen. Beispiele qualitativer Merkmale sind die Beschaffung der Infrastruktur, die Anzahl der ansässigen Unternehmen oder die Vereinsdichte. Ein ausführlicher Forschungsbericht wird in Kürze veröffentlicht.

Außerdem konnten sich die Teilnehmenden im Rahmen von vier Kurzinputs über besonders erfolgreiche Ansätze zur Förderung Internationaler Jugendarbeit informieren. Anneke Schlummer (IJAB) berichtete von den bisherigen Erkenntnissen im Rahmen von Kommune goes international und zeigte Möglichkeiten zur Mitwirkung auf. Im Anschluss stellten Friederike Betge und Claudia Vogt Gohdes (Stadt Lauenburg) ihre Erfahrungen dar, die sie im Rahmen von KGI gesammelt haben. Mittlerweile sind etablierte Programme entstanden und die Aktivitäten im Jugendaustausch konnten stetig ausgebaut werden. Außerdem berichtete Michael Schwarz vom Bayerischen Jugendring von insgesamt zehn Pilotkommunen, die in Zukunft verstärkt Angebote Internationaler Jugendarbeit umsetzen möchten. Unter diesen Regionen befinden sich auch neun Landkreise. Den Abschluss machte Prof. Dr. Rakhkochkine, der ein Netzwerk zur Internationalisierung von Bildung in der Metropolregion Nürnberg vorstellte.

Der zweite Teil des Fachtages konnte für eine intensive Vernetzung genutzt werden. Die Teilnehmenden kamen ins Gespräch, tauschten sich zu ihren Angeboten und Tätigkeiten aus und identifizierten förderliche Bedingungen, um Internationale Jugendarbeit in ländlichen Regionen besonders erfolgreich zu verankern. Dabei wurde deutlich, dass es häufig an Netzwerken fehlt, um Träger und Strukturen miteinander in Verbindung zu setzen und so zu einem Ausbau der Internationalen Jugendarbeit beizutragen. Eine kleine Arbeitsgruppe setzte sich außerdem mit den besonderen Spezifika ländlicher Räume auseinander und kam zu dem Schluss, dass insbesondere die positiven Spezifika kleiner Gemeinden und Orte im Diskurs stärker herausgearbeitet und für den weiteren Projektverlauf genutzt werden sollten.

Insgesamt zogen die Teilnehmenden ein positives Resümee und schätzten die Möglichkeiten, mit zahlreichen Vertreter*innen aus ländlichen Regionen ins Gespräch zu kommen. Im kommenden Jahr soll das Projekt fortgesetzt und bisherige Forschungsergebnisse durch Pilotstudien mit zwei Landkreisen angereichert werden. Dabei werde es insbesondere um Gelingensbedingungen und Charakteristika der Untersuchungsziele gehen, die zu einem effektiven Aufbau beigetragen haben. Auch die Pilotstudien werden in Kooperation mit Prof. Dr. Rakhkochkine durchgeführt.

Die Dokumentation zum Fachtag finden Sie hier. Weitere Informationen erhalten Sie über unseren Newsletter, zu dem Sie sich hier anmelden können.

TiB-Fachtag: i-EVAL-Freizeiten als Instrument der Qualitätssicherung des Kinder- und Jugendreisens

Am 16. November 2017 kamen Akteure und Träger des Kinder- und Jugendreisens in Wiesbaden zusammen um im Rahmen eines TiB-Fachtages das Online-Evaluationstool i-EVAL kennenzulernen. Nach einer kurzen Einführung in die aktuelle Situation der Qualitätssicherung des Kinder- und Jugendreisens in Deutschland durch Helge Maul (u.a. ehemaliger Vorstand BundesForum), stellte Judith Dubiski (TH Köln, Projekt Freizeitenevaluation) das Online-Tool i-EVAL-Freizeiten vor. Neben dem praktischen Ausprobieren des Evaluationstools, waren eine kritische Betrachtung und eine Diskussion über die Anwendbarkeit für die Praxis der Teilnehmenden zentrale Aspekte der Veranstaltung. Der Fachtag wurde vom BMFSFJ finanziert und gemeinsam vom Projekt Freizeitenevaluation, dem BundesForum Kinder- und Jugendreisen, dem Reisenetz-Deutscher Fachverband für Jugendreisen und transfer e.V. organisiert und durchgeführt.

Zum jährlichen Konsultationstreffen von „Forschung und Praxis im Dialog: Internationale Jugendarbeit (FPD)“ kamen am 09. und 10. Oktober 2017 über 30 Vertreter*innen von Trägerorganisationen, Hochschulen und anderen Akteuren der Internationalen Jugendarbeit in der Jugendherberge Bad Hersfeld zusammen. Etwa ein Drittel von ihnen war zum ersten Mal dabei. Neueinsteiger*innen konnten sich beim Vorab-Treffen, das von Dr. Werner Müller und Ulrich Ballhausen moderiert wurde, über Hintergründe, Strukturen und geplantes Vorgehen beim Konsultationstreffen informieren.

Das neue Leitungsteam von FPD, Andreas Rosellen und Annegret Warth, begrüßte anschließend alle Teilnehmenden und freute sich, dass die Einladung zum Treffen wieder auf große Resonanz gestoßen war. Zudem stellten sie den geplanten Ablauf mit der inhaltlichen Dreiteilung vor: Nach einer Information über aktuell laufende Projekte präsentieren sich neue (potenzielle) Kooperationspartner*innen. Danach werden Projektideen vorgestellt und in einzelnen Arbeitsgruppen diskutiert und weiterentwickelt. Alle Ergebnisse sind in der Dokumentation nachzulesen, die hier zum Download bereitsteht.

Der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis begann mit einer interaktiven Informationsrunde. Die derzeit von FPD unterstützten Projekte und Aktivitäten wurden in unterschiedlicher Art und Weise präsentiert, teilweise auch in parallellaufenden Gesprächen in Kleingruppen. So kamen die Anwesenden direkt miteinander ins Gespräch und konnten sich je nach Interessenschwerpunkt vertieft informieren und gemeinsam diskutieren.

In den acht vorgestellten Projekten werden sehr unterschiedliche Themenbereiche bearbeitet oder von FPD unterstützt. Zu den präsentierten Forschungsvorhaben zählt unter anderem ein kleineres, innovatives Projekt mit großem Potenzial, das verschiedene Peer-Ansätze in der IJA untersucht und deutschlandweit quantifizieren wird. Mit Hilfe der umfangreichen „Zugangsstudie“, gefördert vom BMFSFJ sowie der Robert Bosch Stiftung, sollen schwerpunktmäßig Hemmnisse und Hinderungsgründe bisher unterrepräsentierter Zielgruppen in internationalen Jugendbegegnungen analysiert werden. FPD koordiniert dabei die Zusammenarbeit der Forschungspartner*innen sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Ein Pilotprojekt thematisiert internationale Jugendmobilität in ländlichen Räumen mit ihren oftmals engen sozialen Strukturen und analysiert deren mögliche Nutzung zur Erreichung von Jugendlichen.

Ein weiteres, für das Netzwerk typisches Projekt stellt die Zusammenarbeit von FPD mit der Informations- und Beratungsstelle für Auslandsaufenthalte in der Beruflichen Bildung (IBS/BIBB) dar. In diesem Rahmen werden Best-Practice-Beispiele gesammelt und regionale Modelle entwickelt, um mehr Jugendlichen in Berufsausbildung ein Auslandsaufenthalt zu ermöglichen. Bei den vier weiteren laufenden Projekten geht es um eine Unterstützung der Internationalisierung von Trägerorganisationen, die Weiterentwicklung und Intensivierung von Hochschulkooperationen (um IJA stärker in Lehre und Forschung einzubringen), die aktuell intensive Diskussion über politische Dimensionen in der IJA (s.u.) sowie das umfangreiche Konzept für ein schon länger geplantes Berichtwesen zur Internationalen Jugendarbeit.

In der zweiten Phase des Treffens stellten sich die vier eingeladenen (potenziellen) neuen Partner*innen mit ihren Projekten vor, davon zwei Forschungsvorhaben zu internationaler Jugendmobilität, die sich bereits in der Abschlussphase befinden. Sie sind beide Teil des EU-Programms „Horizon 2020“. Das vom DJI (Außenstelle Halle) durchgeführte Projekt „MOVE“ untersuchte für sechs europäische Länder, wie internationale Mobilität zur sozioökonomischen und persönlichen Entwicklung junger Menschen beitragen kann. Hier besteht bereits ein inhaltlicher Austausch mit dem Forschungsteam der „Zugangsstudie“.

Beim zweiten Projekt, welches ein Teil der unter „YMOBILITY“ laufenden Forschungen ist, geht es um eine innovative Nutzung von Peer-Ansätzen. Jugendliche können mit dieser Methode besonders gut erreicht werden und eigene thematische Vorschläge einbringen. Gleichzeitig bewirkt dieses Vorgehen eine Internationalisierung der beteiligten jungen Leute, da sie selbst direkt in Kontakt mit Gleichaltrigen aus anderen Ländern kommen.

Spannend war zudem die Vorstellung der beiden erstmals teilnehmenden Förder-organisationen: Zum einen der BMZ-finanzierte Freiwilligendienst „weltwärts“, der neuerdings eine neue Förderlinie hat, wodurch nun auch Gruppenbegegnungen sowie Rückbesuche von Jugendlichen aus Ländern des globalen Südens möglich sind. Zum anderen der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds (DTZF), der von Prag aus grenzübergreifend agiert, über vielfältige Fördermöglichkeiten verfügt und viel Potential für eine zukunftsfähige Zusammenarbeit bietet.

Der dritte und letzte Teil des Treffens war dem Blick nach vorn gewidmet – in diesem Jahr auf insgesamt sechs neu entwickelte Projektideen, die in Arbeitsgruppen weiter diskutiert und konkretisiert wurden. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie innovativ der interdisziplinäre und trägerübergreifende Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis wirken kann. Bei einem der sechs Projektvorschläge geht es beispielsweise um die Weiterentwicklung von Peer-Ansätzen auf europäischer Ebene, basierend auf einer Kooperation zwischen dem bereits unter dem Dach von FPD laufenden und dem neu vorgestellten Projekt. Aus den intensiven Gesprächen in den Arbeitsgruppen zu „weltwärts“-Begegnungen sowie dem DTZF wurden ebenfalls erste Projektideen erarbeitet. Das Pilotprojekt zu internationaler Jugendarbeit in ländlichen Regionen soll durch Fallstudien ergänzt werden. Besonders zu erwähnen ist hier das derzeit stark diskutierte Thema „Politische Dimension der Internationalen Jugendarbeit“, dessen Vernachlässigung man kurzfristig mit Schulungen von Mitarbeiter*innen und mittelfristig mit verschiedenen Bausteinen für Forschung und Praxis entgegenwirken möchte. Dazu sollen nach Erarbeitung einer thematischen Expertise beispielsweise Forschungs- und Praxiskolloquien durchgeführt werden.

Durch einen Dialogbeitrag von Herrn Klein-Reinhardt, Referent für europäische und internationale Jugendpolitik im BMFSFJ, wurde erneut unterstrichen, welch hohen Stellenwert politische Bildung in der IJA haben sollte und welche Chancen zur Demokratieförderung sich bieten würden, gerade vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen. Gleichzeitig bedauerte er, dass es kaum gelinge, die Medien für Themen und Ziele der Internationalen Jugendarbeit zu gewinnen, obwohl hier seit langem nachweislich wichtige Beiträge für die persönliche und berufliche Qualifizierung junger Menschen geleistet würden. Einige Anwesende stimmten Herrn Klein-Reinhardt ausdrücklich zu. Sie sehen seine Äußerungen als Aufforderung, hier konzeptionell neu zu denken.

Direkt im Anschluss an das Konsultationstreffen tagte wie üblich die Koordinierungsgruppe von FPD. Die in den Arbeitsgruppen weiterentwickelten Projektideen wurden nochmals diskutiert und für den Projektantrag 2018 vorbereitet. Dank motivierter Teilnehmenden hat auch in diesem Jahr ein engagierter und fachlich hochwertiger Austausch stattgefunden. In Bad Hersfeld wurde eine solide Grundlage für die Projekte und Aktivtäten in 2018 erarbeitet, die einen Beitrag dazu leisten die Praxis in der Internationalen Jugendarbeit weiterzuentwickeln und neue Forschungsergebnisse zu generieren.

Das Team von FPD bedankt sich bei allen involvierten Partner*innen, der Jugendherberge Bad Hersfeld und dem BMFSFJ für die Unterstützung bei und Förderung der Veranstaltung.

Gerne können Sie sich bereits heute den Termin für das Konsultationstreffen im kommenden Jahr vormerken: Wir werden am 05.-06. November tagen.

Die ausführliche Dokumentation finden Sie hier.

Abschlussveranstaltung „Initiative Inklusives Kinder- und Jugendreisen NRW“

Am 13. September nahmen knapp 50 Fachkräfte an der Abschlussveranstaltung zum Projekt „Initiative Inklusives Kinder- und Jugendreisen NRW“ teil.

Das Projekt wurde gefördert vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW und koordiniert von der TH Köln und transfer e.V.

 

In den Räumen der Hochschule wurden die einzelnen Projektbestandteile ausgewertet und Ergebnisse präsentiert.

In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk, den Expertinnen und Experten des Fachkräftepools sowie den Praxispartnern sind zwei Broschüren entstanden, die ab sofort zum Download bereitstehen.

 

Die Broschüre „Inklusiv unterwegs in NRW – im Netzwerk, im Fachkräftepool, in der Forschung“ bündelt die Ergebnisse und Erkenntnisse aus den vergangenen drei Jahren Projektaktivität in der Netzwerk-, Beratungs- und Forschungsarbeit. Sie gibt Einblicke in die Projektergebnisse, stellt Erkenntnisse zum wissenschaftlichen Diskurs um Kinder- und Jugendreisen aus Perspektive der Sozial- und Erziehungswissenschaften und der Sonder- und Heilpädagogik vor, gibt Einblicke in die Praktiken und Praxis des inklusiven Kinder- und Jugendreisens aus ethnographischer Sicht und beschreibt exemplarisch thematische Schwerpunkte der Beratungen des Fachkräftepools. Hier werden Gelingensbedingungen, Zielsetzungen, aber auch Grenzen einzelner Beratungsprozesse detailliert geschildert. Damit bietet die Broschüre eine Übersicht über die wichtigsten Elemente des Projektes „Inklusiv unterwegs“ und bietet Anregungen, Reflexionen und Ideen für die eigene Praxis.

 

Das Handlungskonzept für inklusives Kinder- und Jugendreisen möchte zur Weiterentwicklung von Reiseangeboten für alle Kinder und Jugendlichen und zugleich auch zur Weiterentwicklung des gesamten Arbeitsfeldes der pädagogischen Kinder- und Jugendreisen beitragen. Entwickelt wurde das Handlungskonzept für inklusives Kinder- und Jugendreisen in einem intensiven Austauschprozess über 3 Jahre hinweg von Praktiker*innen und Praktikern der Jugendarbeit und der Behindertenhilfe, von Vertreter*innen von Kommunen, Unterkünften und Selbstvertretungen sowie Akteur*innen aus Wissenschaft und wichtigen Schnittstellen. Es versteht sich dabei als ein Arbeitspapier – in dem Sinne, dass es zur konzeptionellen Weiterentwicklung einlädt und zugleich Grundlage für individuelle Auseinandersetzung und Reflexion sein möchte.

Weitere Informationen finden Sie/findet ihr unter www.inklusivunterwegs.de

Vom 01. bis 02. Juli 2017 fand Haus Venusberg e.V. in Bonn die Teamer*innen-Schulung „Kaalay la! – Komm mit!“ statt. 22 Teilnehmer*innen zwischen 17 und 32 Jahren, die als Geflüchtete in Deutschland leben, lernten gemeinsam, welche Aufgaben auf Betreuer*innen von Ferienprogrammen zukommen. Dabei entdeckten sie ganz nebenbei, wie viel Spaß es machen kann, sich in einer internationalen Gruppe zusammenzufinden und auszutauschen. 

Die Koordination lag bei transfer e.V. in Zusammenarbeit mit der Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 


Angebot für Anbieter von Kinder- und Jugendfreizeitprogrammen:

Sie sind noch auf der Suche nach ausgebildeten Teamer*innen für Ihre Kinder- und Jugendfreizeitprogramme? Oder haben Sie die Möglichkeit, eine kurze Hospitation in Ihrer Freizeit anzubieten? Gerne vermitteln wir die ausgebildeten Teamer*innen. Wir freuen uns über eine E-Mail: schulte-michels@transfer-ev.de.

 Stimmen der Teilnehmer*innen:
 

Ich finde das Seminar war sehr informativ und produktiv, denn ich stehe momentan in einer anderen Position, wo ich glaube, ich bin in der Lage als Betreuerin zu arbeiten.“ (Ruta)
 

Sehr nette Leitung mit einer gemütlichen Stimmung. Die Leiter haben eine gute Erfahrung und möchten diese Erfahrung mitteilen. Sehr spannender Lehrstil, dass man sich nicht langweilt. Mir gefällt die Teamarbeit und das Lernen durch die Mitteilung der Teilnehmer (mitarbeiten). Wegen der kurzen Zeit, versuchen die Leiter einen Überblick über die wichtigen Punkte zu geben.“ (Shiyar)

Ich habe meine eigenen Stärken und Schwächen gut kennengelernt. Die Seminarleitung war kompetent. Ein tolles Angebot für selbstbewusste Migranten, die sich engagieren wollen.“ (Ahmad)

Austausch- und Vernetzungstreffen der AG „Politische Dimension der Internationalen Jugendarbeit“

Am 12.06.2017 fand die diesjährige AG im Rahmen des Projektes „Politische Dimension der Internationalen Jugendarbeit“ in den Räumen der TH Köln mit insgesamt 20 Teilnehmenden statt. Forschung und Praxis im Dialog – Internationale Jugendarbeit (FPD) beschäftigt sich bereits seit 2014 mit diesem Themenkomplex.

Die jährlichen AG Sitzungen dienen dazu, die verschiedenen Akteure und Akteurinnen (sowohl aus Theorie als auch aus Praxis) zu vernetzen und die parallel laufenden Prozesse zusammenzuführen. Dabei werden Synergien geschaffen, nächste Schritte in Forschung und Praxis identifiziert und somit eine Kontinuität der Zusammenarbeit hergestellt.

Die Ergebnisse der diesjährigen Sitzung stehen in einer Kurzdokumentation hier zur Verfügung.

Informationsveranstaltung zum dualen Studiengang Bachelor of Arts: Soziale Arbeit – Jugendhilfe. Jugendbildung. Mobilität.

Am 31. Mai 2017 fand eine Informationsveranstaltung zum dualen Studiengang Bachelor of Arts: Soziale Arbeit – Jugendhilfe. Jugendbildung. Mobilität. im BMFSFJ in Bonn statt. Prof. Dr. Friesenhahn und Manuell Benner von der Hochschule Koblenz stellten den aktuellen Stand des Konzepts vor. Mit Praxispartnern aus unterschiedlichen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe wurden gemeinsam relevante Fragen zur ausgestaltung des Studiengangs diskutiert. Dabei ging es u.a. um Modulinhalte des Studiengangs, Fragen der Aquise von Praxispartnern und Studierenden sowie um Aspekte des Praxisphasen der zukünftigen Studierenden.

 

Wenn der Studiengang von der Hochschule Koblenz  im Laufe des Sommers 2017 intern genehmigt wird und sich 35 Praxisstellen für die Aufnahme von Studierenden finden, werden  voraussichtlich ab 2018 Studierende erstmalig diesen universitären Abschluss absolvieren können.

 

Für aktuelle Informationen melden Sie sich bitte für den Verteiler dualer Studiengang bei warth@transfer-ev.de an.

Infotag zu Auslandsaufenthalten erreicht knapp 600 Schülerinnen und Schüler

Am Montag informierte transfer e.V. (vertreten durch: Werner Müller, Michel Roever und Charlotte Widmaier) und die Informations- und Beratungsstelle für Auslandsaufenthalte in der beruflichen Bildung (IBS - Stefan Metzdorf) in der Aula des Berufskollegs Kaufmannsschule der Stadt Krefeld über Möglichkeiten, während und nach der Schulzeit oder Ausbildung ins Ausland zu gehen.

Bei der in zwei Phasen aufgeteilten Veranstaltung war vormittags die Höhere Handelsschule mit ca. 300 Schülerinnen und Schülern vertreten, anschließend das Wirtschaftsgymnasium mit ca. 280 Schülerinnen und Schülern.

Diese zeigten sich sehr interessiert – insbesondere, als sie in der Ausstellung von EURODESK stöbern und den für sich interessantesten Weg ins Ausland finden konnten.

Die Schule hat bereits zwei Jugendauslandsberater (Peers, die ihre Mitschüler/-innen beraten) und Lehrer, die diese unterstützen, mit denen die Schüler sprechen können, wenn sie auf niedrigschwelligem Weg Informationen erhalten wollen.

 

Die Idee für den Infotag entstand im Rahmen des von der Stiftung Mercator geförderten Projektes „JugendAuslandsBerater (JAB)“.  Die Veranstaltung wurde von der Informations- und Beratungsstelle für Auslandsaufenthalte in der beruflichen Bildung (IBS) finanziell unterstützt.

 

Weitere Informationen zum Projekt JugendAuslandsberater finden Sie HIER

Kick-Off-Meeting „Dualer Modellstudiengang Soziale Arbeit und Internationale Jugendarbeit“

An der Hochschule Koblenz besteht die Möglichkeit der Entwicklung eines dualen Studiengangs: "B.A. Soziale Arbeit - (Internationale) Jugendmobilität“. Er zielt darauf ab, einschlägig auf Hochschulniveau ausgebildete Fachkräfte für die Handlungsfelder Internationale Jugendarbeit (IJA) und Kinder- und Jugendreisen (KJR) zu qualifizieren. Der Studiengang wird momentan von den langjährigen Partnern des Netzwerks „Forschung und Praxis im Dialog“ Prof. Günther Friesenhahn und Manuel Benner entwickelt. Im Falle einer erfolgreichen Akkreditierung werden voraussichtlich ab 2018 erstmalig in Deutschland Studierende in diesen Handlungsfeldern einen Abschluss machen können!

Die rund 30 Studierenden jedes Jahrgangs werden im Verlauf des dreijährigen Studiums regelmäßige Praxisphasen bei ihren Trägern absolvieren. Auch deshalb werden Praxispartner aus der IJA und dem KJR in die Entwicklung des Studiengangs einbezogen. Für 2017 sind zwei Treffen vorgesehen, die in Kooperation mit dem Netzwerk „Forschung und Praxis im Dialog“ durchgeführt werden. 

Am 20.02.2017 fand das „Kick Off Meeting“ statt, an dem sich ca. 15 Praxispartner über den aktuellen Stand des Studiengangskonzepts informierten und gemeinsam mit den Ansprechpartnern der Hochschule Koblenz diskutierten und weiterentwickeln. Für die Akkreditierung werden bis Ende des Jahres Interessensbekundung von möglichen Praxisstellen benötigt. 

Das zweite Treffen, dessen Datum noch nicht feststeht, steht für alle interessierten Träger offen. Ansprechperson für Information zum Studiengang und den Voraussetzungen und Inhalten einer Praxisstelle ist Manuel Benner.
 

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