Bildungscamps

Bildungscamps sind in der Regel auf Kinder und Jugendliche abgestellt, zum Teil aber auch für Erwachsene konzipiert. Die Angebote werden durch Freizeitaktivitäten ergänzt. Es gibt beispielsweise Bildungscamps zur Förderung von Hochbegabungen, zur Berufsorientierung, zum sozialen Lernen und für Mathematik und Naturwissenschaften.

In den Bildungscamps sollen eigene Fähigkeiten und Möglichkeiten besser eingeschätzt und die Arbeitshaltungen und Lerntechniken verbessert werden. Das Erlebnis des Lernens im Kreise ähnlich befähigter und motivierter TeilnehmerInnen wird hier ermöglicht.

Einige Anbieter von Bildungscamps

  • Universitäten und Hochschulen
    • Universität Marburg / Volksuni
    • 1.Marburger Bildungscamp
  • educamp TU Ilmenau – Zukunft des Lernens
  • Bildungscamp Christes e.V. - Förderung von Begabungen
  • Summercamp Westensee - Natur und Kunst erleben und erkunden
  • Aktiv Powertours, Regenstauf - Wissens-und Bildungs-Camps
  • IHK Südthüringen - Energieferien / Berufsorientierung

Was junge Menschen neben der Schule noch wissen sollten

von Evelyn Burkhart und Helmut Hausmann

  Bildungscamp
 Themenfeld
  Bausteine
Soziale
Handlungs-
kompetenz

Gut miteinander
auskommen
  • Beziehungen aufbauen
  • Freundschaft und Zusammengehörigkeit
  • Freizeit miteinander verbringen
Umweltschutz-
mein ganz
persönlicher
Beitrag
  • Meine Lebensgewohnheiten aus der Sicht des Umweltschutzes
  • Klimaveränderungen, Luft - und Wasserbelastungen
  • Ein besonderes Lebensgefühl - meine Gesundheit
Otimierung
des persön-
lichen
Lernens

Clever lernen
  • Methoden der Informationsbeschaffung und -erfassung
  • Methoden der Informationsbearbeitung und-aufbereitung
  • Arbeits-, Zeit- und Lernplanung
Verbaut, verpasst
oder das Such
nach einer neuen
Chance
  • Schulische Abschlüsse und Berechtigungen: Nachholen heißt Aufholen
  • Gut begründete Widersprüche eröffnen neue Wege
  • Fairness im Sport - Verlieren können ist die Chance zum neuen Erfolg
Richtig ausgefüllt
ist halb gewonnen
  • Rund ums Geld gibt es viele Formulare
  • Post, Versicherungen und die Agentur für Arbeit im Schriftverkehr
  • Unfallbereicht, Sozialleistungen und Berechtigungen am besten widerspruchsfrei
Entschei-
dungshilfen
für die Berufswahl

Der richtige
Beruf für mich
  • Ich informiere mich und lerne mich besser kennen-
    Meine Interessen und Fähigkeiten in Bezug zu Berufen und Ausbildungswegen
  • Ich entscheide mich – Aktuelle Ausbildungs- und Bildungsmöglichkeiten heute
  • Ich bewerbe mich – Bewerbungswege und Vorbereitungen dazu
Naturwissen-
schaftliche
Angebote

So viel Elektronik
um mich herum
  • Elektronische Messgeräte für Sport und Gesundheit
  • Elektronik in Haushalt und Wohnung
  • Computer für technische Geräte und Hobby
Physikalisches
und Chemisches
in meinem Alltag

  • Schmecken, Riechen und andere Wohlbekömmlichkeiten
  • Kosmetik und Körperpflege mit Bedacht
  • Energieeinsparung und richtige Anwendung in meinem Lebensbereich
Lebensweg-
planungen

Ich mache
deutlich
was ich will
  • Andere sollen mich verstehen
  • Ich vertrete meine Meinung und höre zu
  • Ich lerne auf andere Meinungen und Ansichten zu reagieren
Auf der Suche
nach Zuständig-
keiten
  • Ich ziehe um
  • Papiere rund um meine Gesundheit
  • Zeugnisse, Qualifikationen und Abschlüsse
  • Führerschein ist mehr als Fahrschule
Entdeckung
meiner Rechte
und Pflichten
  • Rechte und Pflichten als Schüler und Auszubildender
  • Mein Rechtsbewusstsein als junger Mensch
  • Ich werde 18 – Rechte und Pflichten als Volljähriger
Gut geplant
spart Zeit und Ärger
  • Planungs- und Organisationsmodelle für meinen persönlichen Bedarf
  • Zeitmanagement oder auf dem Weg zur Disziplin
  • Strukturierung von Projekten
Sprache und Sprechen
Englisches aus
dem Leben
  • Betriebsanleitungen und Gebrauchsanweisungen – Englisch gelesen, deutsch verstanden
  • Gängige Begriffe in Englisch gesprochen und geschrieben
  • Interviewsprache - Englisch im Sport und anderen Veranstaltungen
Theater-
workshops
  • Bewegen und sprechen
  • Literarisches Schreiben
  • Regieführung und szenische Umsetzung
Praktische
Fertigkeiten
im Sinne
manueller Handhabun-
gen

Kleine Dinge
kann ich selbst
  • Löten und kleben und was ich sonst noch verbinden kann
  • Werkzeuge für meine Hand
  • In der Wohnung und an meinen Sachen ist einiges zu reparieren und anzufertigen
  • Kreatives Gestalten mit Materialien
Gesundes
Leben

GUT DRAUF
sein
  • GUT DRAUF erleben und kennenlernen
  • Inszenierungen zu Bewegung, Ernährung und Stressregulation durchführen und anleiten
  • Planung und Durchführung eines GUT DRAUF Events
Sucht ist nicht
mein Ding
  • Das weiß ich über Sucht und Drogen
  • Umgang mit mir selbst und anderen – Wahrnehmung, Selbstvertrauen, soziale Fertigkeiten
  • Ich sage nein – Rollenspiele, Videoarbeit

Grundsätzliches zur Gestaltung von Bildungscamps

  1. Praxis in Verbindung mit Theorie steht im Mittelpunkt allen Handelns.
  2. Junge Menschen sollen unter einfühlsamer Anleitung sich selbst kennen lernen , sich selbst erproben und sich an erarbeiteten Ergebnissen erfreuen.
  3. Dabei hat bei allem Zugewinn an Erkenntnissen der Nutzen für die anstehende praktische Lebensführung im Mittelpunkt zu stehen.
  4. Ein besonderes Anspruchsfeld ist die Entwicklung von Phantasie und Kreativität.
  5. Die Übernahme von Verantwortung für das eigene Handeln ist didaktischer Anspruch und methodischer Auftrag zugleich.
  6. Gruppenarbeit und Teamdenken sind methodisch unabdingbar notwendige Organisationsformen.
  7. Jedes Themenfeld ist in Bausteine zu gliedern
  8. Neben dem persönlichen Anwendungsnutzen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist die Persönlichkeitsbildung Reflexionsgegenstand eines jeden Bausteins.
  9. Tagesbezogene Organisationspläne sind zur Ablaufstabilisierung erforderlich.
  10. Sächliches und personales Equipment muss themenbezogen zur Verfügung stehen.